TRACOE medical zieht erfolgreiche Bilanz für außergewöhnliches Jahr 2020

  • Umsatz der Gruppe wächst um 23,9 % auf rund 44 Millionen Euro
  • Signifikanter Mehrbedarf durch Pandemie sorgt in einzelnen Produktgruppen für Umsatzsteigerung um bis zu 56,8 %
  • Mehr als 30 neue Mitarbeiter in Produktion eingestellt
  • Medizintechnikhersteller sichert sich Vorkaufsrecht für Bestandsimmobilie

(Nieder-Olm, Februar 2021) Für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2020 zieht TRACOE medical eine positive Bilanz. Die Unternehmensgruppe XTR Group, zu der neben TRACOE medical Deutschland auch die britische Schwestergesellschaft KAPITEX Healthcare Ltd., die niederländische Tochtergesellschaft MC Europe B. V. und die österreichische TRACOE medical gehören, baute ihren Gesamtumsatz um 23,9 % signifikant aus, auf rund 44 Millionen Euro. Mit einer Umsatzsteigerung um 21,4 % gegenüber dem Vorjahr wuchs TRACOE medical Deutschland beinahe genauso stark. So setzte der Spezialist für Medizinprodukte und Hilfsmittel für Patienten mit Luftröhrenschnitt (Tracheostomie), Kehlkopfentfernung (Laryngektomie) und Beatmung (Respiratory Care) mit Hauptsitz in Nieder-Olm (Rheinland-Pfalz) von dem Gruppenumsatz allein rund 31 Millionen Euro um. Das immense Wachstum ist nicht zuletzt auch auf die besonderen Umstände des außergewöhnlichen Jahres 2020 zurückzuführen: „Die Corona-Pandemie löste weltweit einen überaus erhöhten Bedarf an Beatmungshilfsmitteln aus, also auch an unseren Produkten“, erklärt Geschäftsführer Dr. Thomas Jurisch, der sich unter anderen Umständen sicherlich mehr darüber freuen könnte: „Die Nachfrage war – und ist es immer noch – aufgrund der schrecklich ernsten Lage so groß, dass wir allein in der Produktgruppe TRACOE percutan eine Umsatzsteigerung um 56,8 % verzeichnen konnten.“ Doch was das Wachstum anbelangt, hielt das vergangene Jahr für TRACOE medical noch weitere wesentliche Entwicklungen bereit.

Schon gleich zu Beginn der Pandemie wurde klar: Die Umstände verlangen TRACOE medical als systemrelevantem Lieferanten für Beatmungsprodukte eine Vielzahl von Maßnahmen ab, um die drastisch erhöhten Bestellvolumina aus der ganzen Welt bewältigen zu können. Dr. Thomas Jurisch: „Abgesehen von internen Vorkehrungen zum Schutz unserer Mitarbeiter gegen Ansteckung, galt es vor allem, die Herstellung unserer Produkte zu gewährleisten und gleichzeitig auch unsere Kapazität zu erhöhen.“ Denn allein in der ersten Corona-Welle im März stiegen die offenen Auftragsmengen im Kanülenkernsortiment des Unternehmens (vario, twist und percutan) auf über 50.000 Stück an, während die Produktionszahl in normalen Zeiten durchschnittlich bei 15.000 bis 20.000 Stück pro Monat lag.

TRACOE rüstet auf und stellt 34 Mitarbeiter ein
Dafür etablierte das Unternehmen, dessen „Qualität made in Germany“-Strategie sich zu Zeiten von Grenzschließungen und Shutdown als erneut besonders vorteilhaft erwies, einen Zweischichtbetrieb, der das Risiko minimiert, nicht liefern zu können. Außerdem stellte TRACOE medical ein: „Insgesamt haben wir unser Team um 34 neue Mitarbeiter verstärkt, hauptsächlich in der Produktion. Somit beschäftigen wir an unserem Standort in Nieder-Olm nun insgesamt rund 250 Angestellte“, so der Geschäftsführer. Dank der großartigen Unterstützung seiner gesamten Belegschaft, Partner und Kunden weltweit ist es TRACOE medical gelungen, leistungs- und lieferfähig zu bleiben – und „ganz nebenbei“ auch noch neben vielen anderen Projekten einen kompletten Website-Relaunch und einen großen Umzug zu stemmen. So zog der Medizintechnikhersteller im Oktober mit seinem Werk für Silikonprodukte zur Herstellung von Tracheostomiekanülen für Neugeborene und Kinder in eine größere Immobilie um, die sich in direkter Nachbarschaft des neuen Logistikzentrums und des derzeitigen – und auch künftigen – Hauptsitzes in der Reichelsheimer Straße 1–3 befindet.

Vorkaufsrecht für Bestandsimmobilie gesichert
In dem Bestandsgebäude der Firmenzentrale, das für TRACOE medical einst perfekte Voraussetzungen bot, hatte das Unternehmen aufgrund seines starken Wachstums längst seine Kapazitätsgrenzen erreicht. Lange standen die Zeichen auf Aufstockung bzw. Umbau, die Vermieterseite konnte aber aus verschiedenen Erwägungen heraus hierfür keine Freigabe erteilen. Deshalb plante TRACOE medical einen kompletten Neubau des Firmensitzes – mit Produktion, Verwaltung und Logistik – auf der Parkplatzfläche des eigenen Logistikzentrums in direkter Nachbarschaft und leitete dafür auch schon alles in die Wege. Ende des Jahres kam es dann aber doch noch zu einer Übereinkunft mit den Eigentümern der Bestandsimmobilie, in Form einer Einigung auf ein Vorkaufsrecht, das den Verbleib TRACOE medicals in diesem Gebäude langfristig absichert. „Auch wenn diese Entwicklung bedeutet, dass wir unsere Pläne nochmals ordentlich umwerfen müssen, freuen wir uns sehr darüber, denn TRACOE medical ist hier seit mittlerweile mehr als 20 Jahren ‚zu Hause‘“, erklärt Dr. Thomas Jurisch: „Das bedeutet nun, dass wir auf dem Parkplatzgelände unseres Logistikzentrums zwar trotzdem bauen werden, aber nicht im ursprünglich geplanten Umfang und auch in mehreren, zeitlich späteren Schritten. Die Firmenzentrale bleibt aber in der Reichelsheimer Straße 1–3.“

Ausblick auf ein ruhigeres Jahr?
„Wir rechnen nicht damit, dass 2021 zeitnah ‚ruhiger‘ wird“, so der Geschäftsführer. Denn auch wenn es dank der entwickelten Impfstoffe zur Eindämmung der Corona-Pandemie langfristig gesehen eine Perspektive auf eine Besserung der Situation gebe, so sei die aktuelle Lage trotzdem noch angespannt und weitere Infektionswellen nicht auszuschließen. Dr. Thomas Jurisch: „Wir gehen von einem weiterhin deutlich erhöhten Bedarf aus, und zwar weltweit. Doch wir haben alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um eine uneingeschränkte Produktion sowie unser Angebot an Dienstleistungen und Beratung aufrechterhalten und für eine reibungslose Lieferkette Sorge tragen zu können.“ Mit der Expansion der Firmenzentrale, diversen Produktlaunches und der im Mai in Kraft tretenden EU-weiten Medical Device Regulation, die den Umfang aller Prozesse rund um Medizintechnikprodukte, die Komplexität der Zulassung und die Anzahl der Kontrollen deutlich erhöht, wird TRACOE medical aber ohnehin ganz sicher nicht langweilig werden.

Mehr Informationen über das gesamte Portfolio der Marke TRACOE sind auf der Website www.tracoe.com oder auf Facebook erhältlich.

Über TRACOE medical GmbH:

Die TRACOE medical GmbH mit Hauptsitz in Nieder-Olm (Rheinland-Pfalz) gehört zu den führenden Entwicklern und Herstellern von Medizinprodukten und Hilfsmitteln für Patienten mit Luftröhrenschnitt und Kehlkopfoperationen. Der Schwerpunkt des Premiumproduktportfolios liegt auf Tracheostomiekanülen zur Patientenversorgung in der Klinik wie auch im HomeCare-Bereich. Die TRACOE medical GmbH beschäftigt insgesamt rund 250 Angestellte und exportiert ihre Produkte in rund 90 Länder. Derzeit besitzt das Unternehmen 13 Patente, weitere 12 sind angemeldet. Das Unternehmen blickt auf eine 60-jährige Geschichte zurück, wurde bereits dreimal in die Top 100 des Deutschen Mittelstands gewählt und wird in dritter Generation geführt. Geschäftsführer sind Stephan Köhler und Dr. Thomas Jurisch.

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Bildmaterial

  • (Foto: TRACOE medical) Luftbild des Hauptstandorts von TRACOE medical in Nieder-Olm (Rheinland-Pfalz)
  • (Foto: TRACOE medical) Dr. Thomas Jurisch, Geschäftsführer TRACOE medical
  • (Foto: TRACOE medical) TRACOE medical zieht eine erfolgreiche Bilanz für das außergewöhnliche Jahr 2020.
  • (Foto: TRACOE medical) Mit dem Umzug seines Werks für Silikonprodukte kann TRACOE medical seine Produktion von Tracheostomiekanülen für Neugeborene und Kinder intensivieren.
  • (Foto: TRACOE medical) Der Bedarf an den Produkten von TRACOE medical war so groß, dass allein in der Produktgruppe TRACOE percutan eine Umsatzsteigerung um 56,8 % zu verzeichnen ist.
  • (Foto: TRACOE medical) Das Logo von TRACOE medical

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